Entdeckungen der metallischen Art…

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Diddi and Bruce Dickinson from Iron Maiden

August 1989. Der eiserne Vorhang hält. Noch! Doch die Risse sind zu spüren. Immer mehr Menschen verlassen mein Heimatland, die DDR, über Ungarn oder die Tschechoslowakei.

Aus Angst gar nicht mehr rauszukommen, bekomme ich von meinen Eltern ein vorgezogenes Jugendweihegeschenk. Eine Reise nach Budapest. Zugleich mein erster, ganz entfernter und oberflächlicher Kontakt mit der Band die, wie keine andere, mein weiteres Leben bestimmen sollte.

Die Tage in Budapest waren wundervoll und unfassbar spannend für ein Kind der DDR. Überall war es bunt, prangten Werbetafeln von CocaCola und so vielen anderen Marken an den Wänden, fühlte man ein Stück Westen, nach dem sich so viele sehnten. Eine weitere völlig neue Erfahrung für mich, waren besprühte und bemalte Wände. Und eben jene Wände zogen im Laufe der Tage mein Interesse auf sich. Prangte doch ein Schriftzug immer wieder an den verschiedensten Orten und Stellen. An Häuserwänden, U-Bahnhöfen und Haltestellen. Teilweise mit Filzstift hingeschmiert, manchmal aufwendig, teils mehrfarbig: Iron Maiden, immer wieder. Meine Vater dazu befragt, was es damit auf sich hat, wer oder was Iron Maiden denn sei, antwortete er kurz, knapp und korrekt: Eine Rockband!

Budapest, voller toller Erinnerungen, habe ich hinter mir gelassen und wenige Monate später hat sich auch die DDR erledigt. Eine der größten Ängste der DDR Führung nannte sich Rockmusik. So wurde westliche Rockmusik in einem sehr geringen Umfang importiert und nur ganz ausgewählte Bands und Stücke fanden ihren Weg in die spärlich bestückten Plattenläden der Republik. Der Schwarzmarkt war gefährlich und ebenfalls rar. Schwer also für freiheitsliebende Rockfans. All das habe ich glücklicherweise nie erleben müssen. Ich war erst 13 und die Instinkte noch nicht wach. Doch sie erwachten. Langsam und stetig.

Die Mauer ist gefallen und die schöne neue Welt, brachte neben allem anderen, auch eine Flut an neuer Musik mit sich. Und mit dieser Flut kam ein Mann und ein Lied in mein noch junges Leben. Alice Cooper sang Poison. Vermutlich der Startschuss für alles was danach kam. Begeistert vom Aussehen, dem Sound und der Melodie wusste ich instinktiv: Das ist meine Musik. Rückblickend muss ich natürlich schmunzeln, aber damals fühlte es sich wundersam und einzigartig an.

Die alten Ostberliner Kaufhäuser, ich glaube wir hatten nur zwei, hahaha, wurden ausgemistet und neu bestückt. Musik soweit das Auge reicht. So zog ich eines schönen Tages los, mein erspartes Taschengeld fest umklammert, mit dem festen Willen eine Kassette von den Scorpions zu kaufen. Die immerhin kannte man auch in der DDR, da 1984 auch im Osten eine LP von ihnen verkauft wurde.

Als ich so durch die Regale streifte erblickte ich das Objekt meiner Begierde, „Blackout“ von 1982. Doch direkt daneben, Schicksal oder nicht, schlecht sortiert oder nicht, oder einfach Zufall, sehe ich zum ersten Mal die berühmteste Fratze der Rockgeschichte, Eddie. Sah das cool aus, war das einzigartig, war das neu… dazu der unverkennbare Schriftzug, das Maiden-Logo. Scheiss auf die Scorpionskassette, dachte ich, das musste ich haben. Keine Ahnung was mich erwartete, ob mir das überhaupt gefällt, diese Kassette muss ich haben, dachte ich, und investierte meine ersten 10 DM in Iron Maiden

Kurioserweise war es auch das allererste Maidenalbum gleichen Namens. Hatte ich doch damals keine Ahnung von Ihrer Diskographie. Zuhause angekommen legte ich das Album ein und 30 Sekunden später war klar, das ist meine Band. Ich weiss noch recht genau wie mich Prowler mitgerissen hat. Die Dynamik, die Power, das Melodiöse und trotzdem nicht Kitschige. Hammer!

Es war der Frühling 1990, die Welt veränderte sich in rasendem Tempo und ich war hin und weg von dieser für mich neuen Band und ihrer Musik. Innerhalb kürzester Zeit beschaffte ich mir, wenn auch nicht chronologisch alle bis dato veröffentlichten Alben von Maiden. Ich erinnere mich noch, das „Number of the Beast“ nicht als Kassette vorrätig war, also kaufte ich die Schallplatte, obwohl wir keinen Plattenspieler zuhause hatten. Ich fuhr dann häufig zu einem Freund und wir hörten sie uns stundenlang an.

Es war eine fantastische und aufregende Zeit, der ein Zauber innewohnte der einen wohl nur in so jungen Jahren erreichen kann. Im November 1990 sah ich Sie dann das erste Mal live in der Berliner Deutschlandhalle. Unvergesslich und unbeschreiblich.
Mitte der 90iger traf ich dann Dave Murray und Blaze Bailey im legendären Halford und 1998, ebenfalls im Halford, mein Idol, Mr Bruce Dickinson, der gerade sein Soloalbum Chemical Wedding promotete. Ein Traum wurde war!

Es ist wie ihr seht auch gar nicht der schnöde Mammon, den Eisernen definitiv verdient haben in ihrer fast vierzigjährigen Karriere, die mich in ihren Bann gezogen hat. Sondern viel mehr das Gefühl, das die Band mit ihrer Musik ausdrückt. Den Zusammenhalt, den nicht nur Maiden sondern auch viele andere Metalbands in den Vordergrund stellen, wie es kaum eine andere Musikrichtung tut.

IHR die Fans sind der Grund warum wir Bands, machen was wir tun. Es ist das Gefühl unter Freunden zu sein, obwohl man sich vielleicht noch nie begegnet ist. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Und so liegt natürlich die Vermutung nahe, dass der Bengel versucht seinen Idolen nachzueifern. Und genau das tat er. Unzählige, virtuelle Konzerte haben meine Freunde und ich gegeben. Mit Besen, Eishockeyschlägern und leeren Flaschen als Mikrophon haben wir zu Iron Maiden gerockt. Irgendwann habe ich dann Tatsache zur Gitarre gegriffen und mit Hilfe meines Vaters die ersten Akkorde gelernt. Wollen und Können sind allerdings oftmals zwei verschiedene Paar Schuhe. Zumal ich als Leistungssportler zeitlich sehr ausgelastet war. Kurzum, wir gründeten eine Band, wir konnten irgendwann auch einiges spielen, aber um wirklich guten und anspruchsvollen Rock zu spielen fehlte es uns an Zeit und an Können. Nichts desto trotz, habe ich mit meiner ersten eigenen Band Airnst drei Alben aufgenommen, viele Konzerte gespielt und verdammt viel Spass gehabt.

Dabei stellte sich folgendes heraus: wenn ich irgendwann die Musik machen möchte, die ich so sehr liebe, dann darf ich kein Instrument anfassen. Hahahaha… Dafür brauche ich Jungs, die das wesentlich besser können. Allein meine Stimme wäre eventuell tauglich, um ernsthaft Metal zu machen. Und so begab ich mich, wir schreiben inzwischen das Jahr 2007, nach einigen Fehlversuchen auf die Suche nach einer ambitionierten Metalband, die ihrerseits einen Sänger suchten. Und ich fand: Thunder and Lightning! Der Rest ist Bandgeschichte!

Heute 2018, fast 30 Jahre nach dem ersten ehrfürchtigen Hören der legendären ersten Maidenscheibe habe ich die Band weit über 30 mal live gesehen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Luxemburg, Schweden, Norwegen, Schweiz, Dänemark, usw. Neun Eddie-Tattoos zieren meine Arme und Beine und Maiden ist still alive, wie man so schön sagt. Manchmal sind es die Konstanten im Leben, die einen am Leben halten. In guten und in schlechten Zeiten. Iron Maiden ist definitiv eine davon!

Bin ich ein Groupie? Verdammte Scheisse JA! Soviel ist mal sicher!
Up the Irons! Was war euer erstes Album? Lasst unten einen Kommentar da und erzählt eure Geschichte 😀

Und wenn ihr Teil meiner weiteren Bandgeschichte sein wollt und hören wollt, was der Bursche heutzutage mit seiner eigenen Truppe verrichtet, ist metallischst eingeladen dies hier zu tun.

Danke für zuhören!

Euer Diddi!

Holt euch unser aktuelles Album “The Ages Will Turn” hier!

40 Comments

  • Hannes sagt:

    Haha, ich war wohl der, die Blackoutkassette dann gekauft hat 😀 Aber super geschrieben Jungs! Wir sehen uns bei eurer nächsten Show.
    hannes

  • Ruben Albrecht sagt:

    Kurz nach dem fall des Eisernen Vorhangs waren wir auch in Ungarn, zwar nicht wegen nem Konzert sondern wars ein Anglerurlaub. Ich konnte damals in so nem Metal Plattenladen ne Kassette von Whitesnake und den Sforpions ergattern. Dort hab ich auch mein 1. Bandshirt her. War von Poison Slip of the Tounge mit ner Bottle Whisky drauf. Konnte meiner Mum, die von Metal nicht begeistert war, verklickern das dies ein Anti Alkohol Shirt is, weil da ja “Gift” über der Flasche steht^^. Ich wuchs in Österreich auf und hab vom Mauerfall selber nur wenig mitbekommen, bis auf die Berichte und das Monster Wall Spektakel danach. Aber für mich war die Zeit mit den Schallplatten und Kassetten auch magisch. Damals ne Platte zu kaufen auf die man noch sparen musste, dann mit dem Bus nach Hause fahren um sie Aufzulegen und anzuhören war immer ganz was besonderes. Auch die Zeit wo man für seinen Metal Mix fürs Auto noch Stunden vor der Anlage gesessen is, damals gabs ja nur Kassetten Spieler im Auto Cds kamen erst später, waren, ja, ich denk magisch beschreibt es wirklich am besten. Ich hab leider noch nicht reinhören kônnen in die gratis Songs von Euch aber was ich zuvor auf YouTube gesehen hat, gefällt mir schon sehr gut. Bin schon sehr gespannt auf die Songs, werds mir allerdings erst dann reinziehen wenn ich wirklich Zeit hab sie zu genießen. Alles gute noch und ich hoffe man sieht sich mal auf nem Konzert

  • Selpi666 sagt:

    Der junge Diddi mit Bruce, putzig! Da bin irgendwie schon neidsch 😛

  • Thomas Paul sagt:

    Mir ging es nicht ganz so. 1985 ungefähr, hatte ich einen Kollegen mit Spitznamen Diddi, der Bassist in der Metalformation Mania. Mit dem war ich auf einem Livegig seiner Band “werewolf” mit Titel. Kurze Zeit später hatten sie eine private Session im Übungsbunker zusammen mit den Jungs von Halloween und Running Wild. Von da an war ich vom Metalfieber infiziert und bin es auch heute mit fast 59 Jahren immer noch. Habe mir vor Wochen das Album Rise of Chaos von Accept gekauft, natürlich auf Platte, ist geiler.

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Whoa, da bin ich ja neidisch, solche hochklassige Leute quasi kurz vor dem Durchbruch kennengelernt zu haben, nicht übel. Bin von Accept’s Reunion von einigen Jahren immer noch überrascht. Klingen geil und die Shows sind richtig gut, hätte ich nicht erwartet, als der Split mit UDO kam. bis die Tage, Marc

  • Alice sagt:

    Da hat der Ruben recht, wir hatten ja nix X-D Nein im Ernst, wirklich geil wars al plötzlich eine völlig neue Dimension an Auswahl verfügbar war, alles so bunt plötzlich in Wessiland 😛

  • Thomas Wünnerlein sagt:

    Mein erstes Album war “Gone To Earth” von Barclays James Harvest. Dürfte 1979 gewesen sein. Ich gestehe, das hat mit Metal nix zu tun, ist aber immer noch eine GEILE SCHEIBE.! Dann entdecke ich KISS! Im zarten Alter von 15 Jahren besuchte ich damals am 11.September 1980 mein erstes Konzert. KISS und als Special Guest: IRON MAIDEN! Gerade mal 11 Tage in der Ausbildung an einem Dienstag Abend in Neuenkirchen in der Hemmerlein-Halle. Paul di’Anno am Mikro von den Maidens und ich war geschockt? was für ein Lärm! Bis heute sind IRON MAIDEN nicht meine besten Freunde. Aber ich muss zugeben, sie haben’s geschafft und haben sehr gute Songs veröffentlicht!!! Aber dann:KISS waren gigantisch, damals die letzte Tour maskiert. Ich war überwältigt!Wie ich den nächsten Tag auf Arbeit überstanden hab, weiß ich heute nicht mehr. Die Liebe zu KISS ist immer geblieben. Und nun am 31.Mai in München schließt sich der Kreis. Ein letztes Mal Feuer, Blut, Schwarzpulver-Geruch und “Rock’n’Roll all nite and party every day!

  • Matthias Kunze sagt:

    Mein allererstes Album was ich bis heute als Vinyl habe,ist und war Van Halen1,danach folgte logischerweise auch Van Halen 2.Bis dato hatte ich so Sachen wie The Sweet gehört,das änderte sich sehr schnell ?. Iron Maiden habe mich auch sehr geprägt,genau wie zb.Judas Priest und noch vieles mehr,und das bis heute ??

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Van Halen ist doch auch ein geiler Einstieg, vor allem die Van Halen 2 zählt immer noch zu meinen Lieblingen, die ich regelmässig höre!

  • Meine ersten Erfahrugen hab ich damals in den 70igern,mit Slade,The Sweet,BTO,Uriah Heep usw.gemacht. Danach wurde es auch etwas rauher,mit Ted Nugent,Rory Gallagher,Ten Years After,oder auch mal Nils Lofgren. Gab es ja damals,immer frei Haus,bei den Rockpalast Nächten,die man sich damals,mit der Clique reinzog.
    Zu meinen Lieblingsscheiben gehört auf alle Fälle,dass Livealbum Tokyo Tapes,von den Scorpions und das Livealbum Quo,von Status Qou.

  • Andreas sagt:

    Meine Mutter hatte einen Kumpel der mir den Metal Sound näher brachte, früher hab ich die härteren geliebt Slayer, Cannibal Corpse etc…
    Mittlerweile bin ich vielschichtiger geworden aber zu viel um es auf zu zählen.
    Die beiden Songs hab ich mir angehörtfinde sie nicht schlecht aber entweder liegt es am Mixing oder aber der Gesang ist nicht 100% stimmig ansonsten gutes Playing

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Danke fürs Feedback Andreas! Da hattest du ja einen ordentlich einstieg! Gleich die Vollbedienung, weiss noch als ich Hammer Smashed Face das erste mal auf Gitarre zu speilen probiert habe 😀

  • Hai!

    Geile Story. Da ich schon ein paar Tage älter bin, war meine erste Platte “Status Quo – Live”. Zu geil was die Jungs in Jeans mit Telecaster und ihren VOX Amps gerockt haben. (die, die noch leben, tun’s heute noch)
    Motörhead war noch nicht geboren. Aber es sollte nicht lange dauern bis das Trio meine Musikerlaufbahn gezündet hat. Von daher… Dieses Jahr habe ich mein halbes Jahrhundert auf Erden gefeiert und bleibe dem harten Rock auf der Bühne und aus den Lautsprechern treu.

    Rock on!

  • Klaus sagt:

    Hallo Leute…

    Auch ich habe so gewisse Erfahrung mit der DDR ( scheine wohl auch der älteste hier zu sein, mit nunmehr 58 Jahren )

    Ich habe von 1981 bis zur Wende aktiv im Untergrund mitgearbeitet, was damals gar nicht so ungefahrlich war.

    Zu dieser Zeit hörte ich auch überwiegend “Westsender” und Musik wie The cute, deep purple, Queen und einige weitere in dieser Richtung waren angesagt…
    Von den Ost Bands hörte ich damals Omega und Lochmotiv GT…
    Iron butterfly kannte ich zwar schon aus dem Radio und ich hatte Glück damals in Erfurt ein Album zu ergattern…
    Natürlich mit dem Hammersong….
    In a gadda da Vida….
    Von 2005 bis 2015 habe ich dann aktiv bei mehreren online Radios moderiert und jetzt kommt in den nächsten Monaten wieder ein online Radio an den Start…
    In den 10 Jahren wurde ich eigentlich “verheizt” und diese Pause brauchte ich deshalb…

    Wenn ihr mehr wissen wollt, können wir gerne mal fonen, oder nach Corona nen Schluck trinken….

    Hätte so einige Geschichten von vor und nach der Wende

    LG Klaus

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Wow da war ja wirklich ne Menge los bei dir! Kann man sich als Kind der 90er (ok Baujahr 84) gar nicht vorstellen, das es in Deutschland einen Untergrund gab.

  • Andrea Schöbel sagt:

    Hallöchen, ich mache Internetradio als Modi und würde mit eurer Zustimmung, euch gerne mal vorstellen, vielleicht bringt es ja neue Fans, ich mag eure Musik und würde mich über ein Feedback freuen, denn ich bräuchte eine Genehmigung von euch.
    LG Andrea

    • Klaus sagt:

      Hallo Andrea….
      Sorry, wenn ich dich einfach so anschreibe….

      Du machst Modi? Darf man fragen wo?

      Kannst mich auch gerne kontaktieren…

      LG Klaus

      • Andrea Schöbel sagt:

        Hallo Klaus,
        ich weiß nicht, ob du die Nachricht bekommen hast. Ich sende bei
        http://www.radio-magic4you.de
        als PowerCat

        LG Andrea

        • Marc Wüstenhagen sagt:

          Hey Andrea,

          weiss nicht genau ob meine Mail angekommen ist. Hier ist der Marc von Thunder And Lightning. Sag einfach mal was du von uns brauchst.

          Gruß marc

          • Andrea Schöbel sagt:

            Hi Marc,
            ich bräuchte für das http://www.radio-magic4you.de, wo ich moderierte Sendungen mache, eine Genehmigung von euch und für mich mit eigenen Worten von euch eine Kurzvorstellung, damit ich euch richtig gut präsentieren kann. Wir sind zwar nur ein kleines Radio, aber die meisten lieben Rock und Rock auch anders. Darum würde ich mich freuen, wenn ich das machen dürfte. Es ist nicht kommerziell, weil eben nur ein Hobby.
            Mit freundlichen Grüßen
            Andrea Schöbel

            P.S.: Ich bin total aufgeregt.

  • Carsten sagt:

    Servus Diddi,
    bei mir war es im Frühjahr 1980. Ich war gerade 14 geworden und bin mit meinem Geburtstagsgeld bei uns in Augsburg zum „Durner“ gegangen. War ein kleiner Musikladen, wo man fast alles bekommen hat. Ich wollte mir was von Buddy Holly kaufen, aber dann hat mich Eddie vom Album Killers angestarrt. Iron Maiden? Hatte ich noch nie gehört. Also hat der brave Junge mit dem perfekten Seitenscheitel die Scheibe mitgenommen. Ich habe sie dann Zuhause angehört und mir war klar: Das ist mein Ding! Dieses Gefühl war unbeschreiblich. In den Jahren danach habe ich noch viele Richtungen ausprobiert aber Heavy Metal hat mich nie mehr verlassen. Heute im fortgeschrittenen Alter laufe ich immer noch gegen den Mainstream und bleib rockig ;.) Vor ein paar Tagen durfte ich den Sound von Thunder and Lightning kennen lernen. Ihr seid spitze Jungs! Als ich mir „Legend in the making“ angehört habe war ich auf einmal wieder 14 und hatte dieses unbeschreibliche Gefühl… Wahnsinn!

  • Lars Knoke sagt:

    Also, um am Anfang zu beginnen, da war mein Vater, ein Diplomingenieur für Fernmeldetechnik bei der deutschen Bahn. Er hat mich mit dem Rock´n´Roll der 50´er und 60´er in Kontakt gebracht. Er spielte am Gitterbettchen immer “House of the rising Sun” von den Animals. mit 12 kamen dann erste Live Konzerte mit Truck Stop, Dete Kuhlmann, und Karat dazu. Das erste grosse Konzert kam dann im Niedersachsen Stadion Hannover mit den Rolling Stones auf meine Liste vom mittlerweile über 300 Konzerten hier in Hannover. Es finden sich darunter auch Iron Maiden, Scorpions, Pink Floyd, Udo Lindenberg, Alan Parsons Project, Status Quo, und ettliche Mamen mehr. Dieses Jahr hatte ich hier in Hannover über 13 Open Air Termine auf der Liste, davon fallen bis Ende August gut 80% aus.
    Ihr Mucker tut mir echt leid, denn ich kenne die Gedanken einiger hier aus der Szene zu dem Thema, die alle dran zu knabbern haben. Mir selber fehlen auch die Abende z. B. im “Downtown”, einer Karaoke-Bar, der besten in Norddeutschland, wo ich selber gerne mal auf die Bühne klettere.

    Aber bevor ich die Manoeverkritik vergesse, euer Sound hat echt was, Brachialer, ehrlicher Hartrock, der gut ins Hirn geht. Würde da gerne mal ein Konzert hier in Hannover mitbekommen. Euer Sound kommt echt gut rüber, das wäre bestimmt auch was, das sich länger halten sollte, im Haifischbecken der Musikszene.

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Ist ja mal ne amtliche Liste! 😀 Ja ist schlimm was dieses Jahr wegfällt.
      Danke dir fürs Feedback, mal schauen was geht wenn Corona abgereist ist.

  • Christian B. sagt:

    Mein erstes Album war AC/DC Dirty Deeds CD
    DIO Holy Diver als Album! Das war in den späten achtzigern mein erstes Shirt war der pumpkin von Helloween.
    Meine Band allerdings ist Megadeath!

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Starke Palette! AC/DC geht bei mir immer, hab wegen Angus angefangen Gitarre zu spielen immer 😀

      • Christian Berling sagt:

        In den letzten Jahren ist die Musik bei mir immer härter und schneller geworden!
        Ich komme aber immer zu meinen Wurzeln zurück! Vor ein paar Jahren habe ich King Diamond live gesehen auch eins meiner Jugend Idole
        War ne geile Zeit! Die zwei Lieder die ich von euch jetzt gehört habe sind nicht schlecht! Der Gesang ist gut aber nicht sehr ausdrucksstark! Aber vielleicht ist das ja so gewollt…

  • Gerhard Dietrich sagt:

    Was bin ich für ein alter Sack 😆vorher schrieb einer mit 58 wäre er wohl der älteste hier. Nee, ich hab‘ gewonnen, bin 66 und habe praktisch alles mitbekommen. Die ersten Beatles, Stones, Kinks usw. aber dann hat es einen Schlag getan und The Who kamen, genau das war es was mich ansprach, härtere Gitarren als bisher gewohnt und dann der Drummer, Keith Moon, das beste was ich bisher hörte. The Who in der Originalbesetzung das war für mich damals das größte, hab‘ sie dann auch mehrmals gesehen und sie waren live sowas von genial. Dann Anfang 1969 hörte ich zum ersten Mal Led Zeppelin und kam nie wieder weg von ihnen, bis heute, obwohl es die seit 1980 leider nicht mehr gibt. Die Vielseitigkeit von Hard Rock bis zu Folk bleibt für mich unübertroffen. Gitarre Jimmy Page, Drums der unvergessene John Bonzo Bonham, Bass/Organ uvm. John Paul Jones und die Hammerstimme von Robert Plant, das passte einfach alles. Auch die habe ich im letztmöglichen Jahr in München noch gesehen. So, aber nun zu euch, Gesamtsound passt, Gitarre schön heavy, Stimme des Sängers rockig, auch mal dreckig, nur die Drums klingen in meinen Ohren nicht immer stimmig. Aber Jungs bleibt dran, ich glaube ihr habt Potential. Grüßle von einem Wessie aus dem Süden der Republik.

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Hi Gerhard, dann bist du jetzt hier schonmal Rekordhalter 😉 Starke Leute die du da noch Live sehen konntest, da kann ich mir meinen neid nicht verkneifen! Und danke für die konstruktive Kritik. Gruß Marc

  • JVK sagt:

    Erste LP Rainbow – Rising und natürlich Suzi Quatro ♥️ Erstes Konzert: Judas Priest 1979. Danach über die Jahre den musikalischen Horizont in alle Richtungen ( ausser Volksmusik und Techn🤮🤮🤮) erweitert. Mit 57 mehr Metal denn je und hoffentlich nächstes Jahr endlich nach Wacken 🤘🤘🤘

  • Hallo Diddi and Band,
    ein toller Artikel von dir. Kaum vorstellbar, für mich Wessi, daß man ohne Freiheit aufwachsen mußte. Umso schöner, daß es noch geklappt hat mit dem Mauerfall und dann die “Farbe” auch in den Osten kam. Ich wehre mich auch gegen den derzeitigen Spruch “30 Jahre Einigung und doch nicht vereint” kann ich nicht zustimmen. Menschlich mag man sich, es liegt sicher nur an diversen materiellen Unterschieden, die aber die Wessi`s meist nicht wissen.

    Hier nun meine Geschichte die so mit ca. 13 Jahren beginnt, ich 1957 geboren, also es war 1970, mit der Überschrift ” Music was my first love ”
    Die Musik der Siebziger Jahre hat mich am meisten geprägt und läuft heute noch bei mir !!!Ein paar Bands: IRON MAIDEN, Deep Purple, Black Sabbath…

    Im Radio hörte ich immer die Sendung mit Moderator Mal Sandock und die Hitparade. Ich saß abends in meinem Zimmer und war wie gefesselt und gespannt auf die Gruppen und deren Mucke und es wurde dann von einer Jury glaube ich, bei Neuvorstellungen, mit einer Schelle dring dring dring … beurteilt, ob es hitverdächtig ist und gesagt, ein Hit, ein Hit ein Superhit … ha ha ha … da war man oder ich hin und weg und es gab nichts Wichtigeres auf der Welt und morgens, in der Schule auch nicht haha

    Mit 15 kam ich in die Lehre, bei einer großen Spedition, mit vielen LKW`s und ich lernte den Beruf des Speditionskaufmannes.

    Nun hatte ich auch eigenes Geld für Schallplatten, oder Kassetten zum aufnehmen vom Radio … anfangs noch mit Mikrofon … ha ha … geile Qualität. Meine Box (Lautsprecher) war selbst gebaut 1 m hoch, aber noch Mono … mit Lautsprecher aus alten Radios, Stereo gab es erst später.

    1975 lernte ich meine Freundin und immer noch Frau kennen und wir gingen gemeinsam auf`s erste Live Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle zu URIAH HEEP … WOW Allmächtiger, war das ein Sound … Jeepsy… i don`t forget und die Securitys war die Rockergruppe “HELLS ANGELS”

    IRON MAIDEN MIT EDDIE haben wir 3 x live gesehen und mein Spitzname im Freundeskreis ist “MAIDEN MANNI” obwohl ich nur eine geringe Anzahl CD`s von ihnen habe …

    Ab hier nur noch in Stichpunkten der musikalische Werdegang und immer mit meiner Frau Susanne … nicht weit von uns entfernt, in Altena, auf einer alten Burg, war jedes Jahr die Veranstaltung BURGROCK mit bekannten Gruppen und Nachwuchsgruppen von mittags bis nachts … mit food and drinks. Wir sahen und hörten live (hier mal nur die Headliner) :

    1994 SAXON
    1995 Toto
    1996 Rammstein
    1997 Deine Lakaien
    1999 HIM
    2001 The 69 Eyes,
    2006 Amorphis, Apoptygma Berzerk, Negative
    2005 Fury in the Slaughterhouse
    2008 Heather Nova
    2011 Krypteria

    Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber mit jetzt 63, aber immer noch langen Haaren, fallen mir die ganzen Gruppen nicht mehr ein, die wir schon gesehen haben.
    Zuhause habe ich immer noch eine geile Anlage, die 30 Jahre alt ist, ebenso die 1,30 m hohen 3-Wege TRANSMISSIONLINE Standboxen, die nur noch ab und zu Liveakkustik ins Wohnzimmer schallen.

    Euch den Metalgruß nach Berlin, wo auch unser Sohn seit 10 Jahren lebt,
    und noch much fun und Erfolg, Manni

    • Marc Wüstenhagen sagt:

      Hi Manni,

      super danke für deine Zeilen, sitze hier gerade mit Diddi im studio und sind dabei Gesang für neues Material aufzunehmen und haben mal die Kaffeepause genutzt, um mal kurz deine Story zu lesen. Freut uns tierisch das es dir gefällt, und dann weiss der Sohnemann ja auf welches Konzert er mal gehen muss 😉 Gruß Diddi und Marc

  • Lydia Frisch sagt:

    Meine ersten Platten waren geklaut von meinem Schwager😅
    Black Sabbat
    In London kaufte ich mir dann die erste Iron Maiden Platte. Hatte davor schon einige Kassetten. Das war 1988.
    Up the Irons!

  • Marc Wüstenhagen sagt:

    Up the irons! 😀

  • Torsten Piontek sagt:

    Ein sehr geil erzählte und authentische Geschichte zur Wende👍.Hast du diese Geschichte mal Bruce übersetzt geschickt.
    Bei mir fing alles mit melodischen Rock,n Roll an und zwar mit dem Doppel Live Album von 1977 Status Quo was ich vom Rhythmus geliebt habe.Danach kam dann nach und nach der vielschichtige Metall dazu der sich bis heute im Alter hält. Kann mit der geleierten Hip Hop Scheiße der Jungend von heute wenig anfangen. Stay hard🤟

  • Jan sagt:

    Moin moin, Jungs. Ich stimme ein in die Lobeshymnen der Vorredner. Zum Sound darf ich sagen, ihr erinnert mich vom Stil her an Rage und (zumindest Titel 5 des aktuellen Albums) Running Wild. Also alles bestens 😁
    Meine ersten selbst gekauften MetalPlatten waren dann wohl auch Manowar “Kings of Metal” und Running Wild “Black Hand Inn”. Aber die Geschichte mit Alice Cooper und “Poison” hat mich auch an meine Anfänge erinnert. Damals hatte ich mir diese Kassette in der Bibliothek ausgeliehen und mehrfach überzogen. War schon eine interessante Zeit, Anfang der 90er…
    Mein bisher geilstes Erlebnis neben Wacken war die Arbeit als Local Hand bei der Tour von AC/DC während des Studiums. Inklusive kostenlosen Konzertbesuches. Das war der Hammer!
    Ich wünsche Euch Jungs viel Erfolg und behaltet den Spaß und die Laune, die man beim Hören des Albums erleben kann
    🤘😎

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